Die traditionell guten Beziehungen zwischen Finnland und Deutschland haben auf offizieller politischer Ebene zu einer Vielzahl von kommunalen und regionalen Partnerschaften geführt.
Die erste Partnerschaft entstand bereits im Jahre 1954 zwischen den Städten Bad Segeberg und Riihimäki. In den 60er Jahren war im Zuge der Entspannungspolitik in Europa das Interesse an einer Verbesserung der Beziehungen und an einem besseren gegenseitigen Kennen lernen besonders groß. Neben den eher politisch gewollten Partnerschaften nach Frankreich und Groß-Britannien waren es die privaten und persönlichen Beziehungen, die die deutsch-finnischen Partnerschaften entstehen ließen. Oft waren in der Bundesrepublik Deutschland Finnland begeisterte Deutsche, aus Finnland ausgewanderte Frauen mit ihren deutschen Partnern und aktive Mitglieder der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Initiatoren einer neuen Partnerschaft.
Von finnischer Seite wurde in dieser Zeit aus politischen Gründen auch immer eine zweite Partnerschaft mit einer Kommune in der damaligen DDR angestrebt. So haben heute viele finnische Kommunen zwei Partner in Deutschland. Die DFG bemüht sich, viele dieser ehemaligen und praktisch nicht mehr existenten DDR-Partnerschaften neu zu beleben. Die derzeitig 67 bekannten Partnerschaften sind ein Zeichen für die sehr große Beliebtheit Finnlands in Deutschland. Während früher der Schwerpunkt der Partnerschaftsaktivitäten bei den zwischenmenschlichen Begegnungen lag, wird heute zusätzlich Wert auf neue wirtschaftliche Beziehungen gelegt.
Eine feste Institution ist der Deutsch-Finnische Städtepartnerschafts-Kongress geworden, der auf Initiative eines aktiven DFG-Mitgliedes im Jahre 1985 entstand. Seit dem ersten Kongress, der unter Federführung der DFG stattfand, wird er heute im Turnus von drei Jahren in Deutschland bzw. in Finnland durchgeführt.
Der Gedanke der Kommunalen Partnerschaft ist aktuell wie eh und je und weitere Vertragsabschlüsse zwischen finnischen und deutschen Kommunen stehen bevor.
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