Besuch aus Finnland

Eine Gruppe aus der südfinnischen Stadt Riihimäki besuchte im Rahmen der Städtepartnerschaft Bad Segeberg. Der Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Städten ist der älteste der finnisch-deutschen Städtepartnerschaften – aus dem Jahr 1954!

Foto: Europäisches Hansemuseum/Olaf Malzahn

Im Programm stand unter anderem ein Besuch des Europäischen Hansemuseums in Lübeck. Ich durfte die Gruppe bei diesem Besuch begleiten und konnte sehr interessante Gespräche mit vielen Teilnehmern führen. Durch die jahrelange aktive Partnerschaft sind viele freundschaftliche Beziehungen zwischen Familien entstanden und es war schön zu beobachten, wie  entspannt und familiär der Umgang miteinander war –  man kennt sich eben!

Städtepartnerschaften entstehen oft aus zufälligen persönlichen Begegnungen oder auf der Basis von ähnlich gerichteten Interessen der jeweiligen Kommunen. Insbesondere bei den älteren Partnerschaften stand die Völkerverständigung stark im Fokus, so auch im Falle Riihimäki – Bad Segeberg. „Wieder miteinander sprechen“ lautete damals das Motto.

Heute stehen andere Schwerpunkte im Vordergrund: Schüleraustausch, kulturelle Veranstaltungen, Kooperationen zwischen Vereinen oder wirtschaftliche Interessen und vieles mehr. Eine lebendige Städtepartnerschaft erfordert immer eine Gruppe von engagierten Menschen, die ihre Freizeit für das Pflegen der Partnerschaft opfern. Es wird zunehmend schwieriger, solche Menschen zu finden, denn Zeit ist heutzutage bei den meisten von uns Mangelware.

In Bad Segeberg wurde zu diesem Zweck ein Förderverein gegründet, in dem die Last auf mehrere Schultern verteilt wird. Offensichtlich mit Erfolg, denn der aktuelle Besuch ist der beste Beweis dafür, dass die Städtepartnerschaft mit Leben gefüllt und in der Lage ist, sich weiterzuentwickeln und an die sich verändernden Erwartungen der Menschen anzupassen. Mit dem aktiven Schüleraustauschprogramm wird auch die jüngere Generation mit einbezogen.

„Delegationsreisen“ klingt für manche sehr institutionell und aus der Mode geraten, aber wenn daraus echte Begegnungen entstehen, die bilden und Menschen, egal welchen Alters, ins Gespräch miteinander bringen, dann ist das ein guter Weg in die richtige Richtung: Völkerverständigung und europäische Integration an der Basis, bei den Bürgern.

Marianne

Weitere Informationen:

Förderverein Bad Segeberg-Riihimäki auf facebook

 

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