Kölner Karnevals-Feeling in Turku

Zwischen Köln und Turku besteht seit 1967 eine Städtepartnerschaft. Diese wurde Ende August im Rahmen eines Besuchs der Karnevalsvereinigung Rote Funken und des Symphonischen Jugendblasorchesters der Rheinischen Musikschule mit einem bunten Programm in Turku zelebriert.

Das Orga-Team: Satu Oldendorff, Jens Grübel (Finn.-Dt. Verein Turku), Frederik Schorn (Stadt Köln), Mika Akkanen (Stadt Turku), v.l.n.r.

Insgesamt kamen 140 Kölner zu Besuch, davon 100 junge Musikerinnen und Musiker zwischen 14 und 30 Jahren des Symphonic Youth Wind Orchestra der Rheinischen Musikschule (SYWO). Unter der Leitung von Michael Rosinus bot das Blasorchester gemeinsam mit der Turkuer Aura Wind Band unter der Leitung von Pekka Lyytinen ein abwechslungsreiches Konzert im Sigyn-Saal direkt am Ufer des Aura-Flusses. Gespielt wurden u.a. „Aufbruch“ von Rolf Rudin, „Legacy“ von Oscar Navarro und als Hauptwerk „Traveler“ von David Maslanka.

Am Tag darauf traten die Roten Funken dann auf dem zentralen Marktplatz zusammen mit dem Orchester auf. Auch das Publikum konnte mitmachen und ein paar Tänze einüben.

Am Freitagabend gab es noch eine stimmungsvolle Feier im Boots-Ausstellungsraum des Museums Forum Marinum: die finnische Volkstanzgruppe Rytky trat dort in ihren schönen Trachten auf und brachte den Kölner Besuchern finnische Tanzschritte bei. Das deutsche Orchester spielte,  es gab ein tolles Buffett und beste Stimmung.

Karnevalsverein mit Geschichte

Die Roten Funken sind die älteste Karnevalsvereinigung Kölns, gegründet in 1823 als „Kölsche Funke rut-wieß von 1823 e.V.“. Die Roten Funken sehen sich als Nachfolger der Kölner Stadtsoldaten. Während die Kölner Stadtsoldaten von Mitte des 17. bis Anfang des 19. Jahrhunderts als Teil des kaiserlichen Heeres und zur Bewachung der Freien Reichsstadt Köln aufgestellt waren, persiflierten die Roten Funken ab 1823 im Kölner Karneval das Militär. Bis heute legen die Funken ihren Vorläufern den vielsagenden Ausruf im Angesicht anrückender Truppen in den Mund: „Nit scheesse, he stonn doch Minsche!“

Seit 1955 haben die Roten Funken ihr Hauptquartier in der mittelalterlichen Torburg Ulrepforte, auf Kölsch Ühlepooz. Die in der südlichen Altstadt gelegene Toranlage überließ die Stadt Köln dem Verein in Erbpacht.

In das umfangreiche Besuchsprogramm waren auch Anke Michler-Janhunen (4.v.l..) und Birgit Griese-Saarinen (7.v.l.) eingebunden.

 

Fotos: Birgit Griese Saarinen und Satu Oldendorff

 

Weitere Informationen

Rote Funken

Symphonisches Jugendblasorchester