Helsinki-Reise im Spätsommer 2026 – Teil 2
Im zweiten Teil des wunderbaren Fototagebuches, das Alexandra über ihre DFG-Kochmarathon-Gewinnreise führt, geht es in die Helsinkier Stadtteile Katajanokka, Kaivopuisto und Suomenlinna:
Sonntag, 23.08.2026: Ein Fest für die Sinne
Seit Samstagabend ist Starkregen angesagt. Ganz so dicke kommt es zum Glück nicht. Bei der Morgenrunde bleiben Nellie und ich trocken. Am frühen Nachmittag beschließen wir, zur Töölö-Bucht zu gucken – mit Abstecher zum Töölöntori, der aber anders als auf der Website angekündigt, geschlossen hat.
Also die Hesperian-Esplanadi runter zum Wasser. Es wirkt fast herbstlich, auch an der Töölö-Bucht Baustelle. Aber dann finden wir ein Blumenmeer vor, das uns begeistert, ein Fest für die Sinne.
Vor der Finlandiahalle ist alles bepflanzt, mit Wegen dazwischen, Bänken und Nischen. Die Blocks im Hintergrund sehen ebenfalls neu aus. Wenn das Oodi, bis zu dem die Fläche reicht, das Wohnzimmer Helsinkis ist, dann ist dies sein Garten.
Montag, 24.08.2026: Eisbrecher und Strickmuster
Es ist kühl morgens, aber die Sonne scheint wieder. Heute steht Katajanokka auf dem Programm. Ein Stadtteil mit vielen schönen Jugendstilgebäuden. Eine Haustür ist schöner als die andere.
Das kühle Wasser hält Finninnen und Finnen natürlich nicht vom Baden ab. Im Hintergrund der neue Stadtteil Kalasatama.
Wir kommen an den Eisbrechern vorbei, die noch Pause haben. In Finnland geht auch neu schön.
Nachmittags treffen wir uns mit einer waschechten Finnin, die ich aus Deutschland kenne, im Café Ekberg. Das Gespräch kommt aufs Stricken und Nina-Beata zeigt uns den neuesten Hype in Finland,das Strömsö-Muster. Eine Finnin hat es erfunden, es ist viral gegangen und wird allerort gestrickt und getragen. Kerstin, die Pullover mit nordischen Muster strickt, sieht es sich an und meint, es ist nicht schwierig. Also gibt’s in Norddeutschland demnächst auch Pullover mit Strömsö-Mustern.
Dienstag, 25.08.2026: Einmal um Kaivopuisto herum
Heute wollen wir zum Kaivopuisto und am Merisatama und Eiranranta entlang bummeln. Die Stadt strahlt in der Sonne. Wir laufen an der deutschen Kirche vorbei und durch den Kaivopuisto zum Wasser. Im Park fängt der Bär seinen Fisch.
Im Café Ursula schnappen sich die Spatzen die Reste. Wir lassen uns auf der Terrasse des Cafés einen Kaffee schmecken. Weiter geht es an der Südpromenade.
Was für Kiel die Kiel Linie ist, findet sich in Helsinki am Merisatamanranta. Neben modernen Bistros gibt es noch Teppichwaschanlagen. Ich will Kerstin davor fotografieren, da fragt eine Finnin, ob sie uns beide fotografieren soll. Das nehmen wir natürlich gern an und haben so ein Foto, auf dem wir beide zu sehen sind.
Als wir bei der Huvilakuja ankommen, ist Nellie müde. Wir fahren mit dem Bus nach Hause. An der Haltestelle leuchtet ein Marimekkokleid. Die Trägerin sitzt vor uns und fragt nach Nellie. Kerstin läuft zurück und guckt sich die Jugendstilhäuser an.
Abends machen wir es uns wie die Mäuse auf dem Stromkasten: gemütlich.
26.08.2026: Suomenlinna
Am Mittwoch ist Bergfest unserer Reise. Inzwischen haben wir uns ganz gut eingelebt in dieser schönen freundlichen Stadt. Wir nutzen das immer noch schöne Wetter für einen Ausflug nach Suomenlinna.
Dort wartet dieser ausgefallene Schlitten – ein potkuri – auf seinen Einsatz:
Es ist sehr viel los an diesem schönen Tag, mindestens zwei Schulklassen waren an Bord unserer Fähre und viele Touristen. Wir wählen die Wege abseits und finden zum Café Valimo. Auf dem Weg bietet sich ein super Blick aufs Trockendock.
Von Suomenlinna aus ist die im Frühjahr eröffnete Fußgänger- und Radfahrerbrücke Kruunuvuorensilta, das neue Wahrzeichen der Stadt, gut zu sehen. Sie ist weltweit die längste Brücke, die nur für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV gebaut wurde. Die Tramspur soll 2027 fertig werden. Auch die Neubauten am Kruunuvuorenranta sind zu erkennen.
Bei unserer Rückkehr leuchtet das Gold der Kuppel der Uspenski-Kathedrale vor nun dunklem Himmel. Wir haben den Inselausflug sehr genossen.
Text und Fotos: Alexandra Mahler-Wings
Fortsetzung folgt! In Teil 3 geht es raus auf´s Land in die Natur zum Sipoonkorpi-Nationalpark. Ein Besuch im Seurasaari-Freiluftmuseum ist ein „Muss“ im Helsinki-Programm und am Tag der Natur geht’s dann auf die Kruunuvuori-Brücke.
Bisher erschienen:
Helsinki-Reise im Spätsommer 2026 – Teil 1
Alexandras Veranstaltung beim DFG-Kochmarathon: Finnische Bilder und Aromen


































Nordische Filmtage Lübeck





