Sole Azul begeisterte in Schleswig und Ahrensburg

Das Trio Sole Azul startete seine Deutschland-Tournee mit großartigen Konzerten beim NORDEN Festival in Schleswig und im Kulturzentrum Marstall in Ahrensburg. Am Ende gab es Standing Ovations!

Die Gartenbühne des NORDEN Festivals direkt am Ufer der Schlei bot ein fast finnisch anmutendes Ambiente für das erste Konzert der Deutschland-Tournee. Auch das Wetter spielte mit, was bei einem Open air-Festival nicht unbedingt selbstverständlich ist. Das zweite Konzert fand in der ehemaligen Reithalle im Kulturzentrum Marstall Ahrensburg statt, das nahezu voll besetzt war.

Sole Azul nahm das Publikum mit auf eine spannende musikalische Reise. Die zum größten Teil selbst komponierten Stücke verknüpfen den traditionellen Tango Argentino mit der nordischen Melancholie sowie Einflüssen aus der Jazzmusik. So entsteht eine brillante Melange aus der Leidenschaft des Tangos und der für Jazz typischen Improvisation. Aber auch bekannte finnische Tangos in neuen Arrangements standen auf dem Programm und wurden – zumindest vom finnischen Teil des Publikums – begeistert angenommen. Die Virtuosität der einzelnen Musiker und das gekonnte Zusammenspiel gab den Konzerten eine ganz besondere Note.

Gefragte Profis

Der Akkordeonist Harri Kuusijärvi ist für seine originellen Interpretationen und seine zuweilen sehr emotionsgeladene Spielweise bekannt und ist insbesondere in den Kreisen der modernen Musik sehr bekannt in Finnland. Mit seinem Instrument ist er mal sinnlich leise, mal herausfordernd laut, aber immer virtuos und richtungsweisend im musikalischen Gerüst des Tangos beheimatet. Pauli Lyytinen ist Saxofonist und Komponist und spielt in diversen Ensembles. „Lyytinens Spielweise hat soviel Lebendigkeit und Klasse, dass man ihm einen ganzen Abend lang zuhören kann, ohne eine Sekunde gelangweilt zu sein“, schreibt ein Musikmagazin über ihn.  Eero Tikkanen zählt zu den gefragtesten Kontrabassisten Finnlands. Seine Vielseitigkeit reicht vom Jazz-Groove zum Mitwippen über Free Jazz bis hin zum Tango. Alle drei Musiker haben auf ihre jeweils individuelle Weise eine starke Bühnenpräsenz und bieten als Sole Azul ein Musikerlebnis ohnegleichen.

Nomen est omen?

Der Name des Trios – Sole Azul – hat übrigens nichts mit einer blauen Sonne zu tun. Das kleine Städtchen Azul in der Nähe von Buenos Aires, in dem Harri Tikkanen sein wertvolles Konzertakkordeon gestohlen wurde, gab sozusagen die Initialzündung zur Gründung eines Trios mit einem innovativen Tango-Repertoire. Das Wort Sole hingegen stammt aus dem Meänkieli, einem finnischen Dialekt, das im Tornio-Tal (Tornionlaakso) sowohl auf der finnischen als auch auf der schwedischen Seite gesprochen wird. Es beruht auf der Redewendung „Sole poka mikhään!“, das so viel wie Nimm’s nicht so schwer!, Macht nichts! bedeutet. Die Redewendung wird oft mit einem Augenzwinkern verwendet, um zu sagen, dass man etwas nicht zu ernst nehmen soll. Sole ist also die verkürzte Version von ei se ole…..

Das Debütalbum von Sole Azul, Quasi Tango, ist in 2019 erschienen und fand nach beiden Konzerten reißenden Absatz.

Stationen der Deutschland-Tournee von Sole Azul:

28.08.2025, 17:30 Uhr, NORDEN Festival, Schleswig

29.08.2025, 20:00 Uhr, Kulturzentrum Marstall, Ahrensburg

30.08.2025, 19:00 Uhr, Schifffahrtsmuseum Brake

31.08.2025, 17:00 Uhr, Thomaskirche, Neuengroden

02.09.2025, 19:00 Uhr Musikschule Lüneburg

03.09.2025, 19:00 Uhr, Wasserburg, Rosbach v.d.H.

04.09.2025, 19:00 Uhr, Genusswerkstatt Koblenz

05.09.2025, 21:00 Uhr, Tanzhaus Marks, Bünde

06.09.2025, 19:30 Uhr, Gasthaus Goldener Hirsch, Ladenburg

07.09.2025, 19:00 Uhr, Alte Seegasspinnerei – Kulturkantine

08.09.2025, 20:30 Uhr, Jazzclub Domicile, Pforzheim

09.09.2025, 19:30 Uhr, Alter Schlachthof, Sigmaringen

12.09.2025, 20:00 Uhr, Kulturplatz Davos, CH

13.09.2025, 20:00 Uhr, Stadtteilzentrum Die Villa, Erlangen

15.09.2025, 18:00 Uhr, Schlossbahnhof Ballenstedt „Gleis 1“, Ballenstedt

16.09.2025, 20:00 Uhr, Kulturforum am Hafen/Saal, Buxtehude

17.09.2025, 18:00 Uhr, Finnische Seemannskirche, Hamburg

 

Beitragsfoto: Alexandra Mahler-Wings