Reisebericht Teil 2: An der Westküste von Tammisaari bis Kokkola

Nach dem Besuch der Fazerfabrik in Vantaa fahren wir mit dem süßen Vorrat im Auto Richtung Westen nach Tammisaari/Ekenäs. Das Wetter ist für die Küste gut vorausgesagt und den Südwesten des Landes kennen wir noch nicht. Der Campingplatz von Tammisaari liegt direkt an einer Ostseebucht mit vorgelagerten Schären. Für uns Nordlichter ist das Wasser warm genug zum Baden.

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug zum Seebad Hanko vor. Wir fahren mit dem Zug hin, zurück mit den Fahrrädern. Los geht es am schönen Bahnhof von Tammisaari. Bei der Ankunft in Hanko finden wir keinen Bahnhof.  Wir steigen auf einer Baustelle aus und müssen uns erst einmal orientieren.

Wir suchen und finden den Weg zum Zentrum. In einem kleinen Fotogeschäft kaufe ich eine Sonnenblende für das Teleobjektiv, meine liegt zuhause. Die Eigentümerin des Geschäfts freut sich sehr über meine Finnischversuche. Dann geht es zum und auf den Wasserturm, von dort hat man einen traumhaften Blick über die Stadt und die Umgebung.

Der Wasserturm von Hanko

Der Bahnhof von Tammisaari

Stadtzentrum Hanko

 

Vom Wasserturm aus führt ein Weg vorbei an alten Holzvillen zum Meer. Dort finden wir das frühere Kasino mit Maibaum am Strand davor. Es beherbergt heute ein Restaurant, auf der Terrasse trinken wir einen Kaffee.

Wir spazieren weiter am Meer entlang, immer wieder öffnen sich Blicke in die Schärenwelt. Auf der anderen Seite des Wegs erscheint eine wunderschöne alte Holzvilla nach der anderen.

Bei der Touristikinformation gibt es einen Flyer mit Hinweisen auf besondere Architektur, wir machen uns auf den Weg und sehen uns einige der beschriebenen Gebäude an. Letzte Station ist der Hafen mit dem ehemals berühmten Regattahaus.

Es ist schon später Nachmittag, als wir uns auf die 45 km langen Rückweg nach Tammisaari machen, das erste Stück an der Küste entlang. Wir kommen am Frontmuseum vorbei, für einen Besuch ist es diesmal zu spät. Vom Truppenübungsplatz neben der Museumsanlage sind Schüsse zu hören, sie machen deutlich, dass Militär auch heute noch sehr präsent sein muss.

Foto: ektamuseum.fi

Am nächsten Tag stehen Tammisaari und das Helene Schjerfbeck- Museum  dort auf dem Programm. Auch wenn nicht so viele Bilder ausgestellt sind, gibt das Museum einen guten Überblick über den Werdegang dieser außergewöhnlichen Malerin, die ihren ganz eigenen einzigartigen Stil gefunden hat. Die Biografie von Barbara Beuys „Helene Schjerfbeck – Die Malerin aus Finnland“ ist mitreißend geschrieben und gibt nebenbei einen guten Einblick in die Geschichte Finnlands zu Schjerfbecks Zeit.

Für die Mittagsstärkung finde ich im Internet eine Seite lounaspaikat. Wir entscheiden uns für den Mittagstisch in einem von Alvar Aalto entworfenen Haus.  Wir machen uns auf den Weg und stehen dann vor dem klassisch nüchternen Bau mit der richtigen Adresse, sehen aber keine Werbung und entdecken schließlich, dass im 3. Stock eine Kantine ist. Wir dürfen auf Nachfrage mit dem Hund auf die Terrasse. Auch die Bestellung klappt auf Finnisch und das Essen ist klasse.

Nachmittags spazieren wir noch durch das Holzhausviertel der Stadt…

… und kommen am ältesten Kino Finnlands vorbei, das noch in Betrieb ist.

Zum Schluss statten wir der schönen alten Steinkirche einen Besuch ab. Nach 2 Nächten in Tammisaari verlassen wir Finnlands Südwesten und fahren Richtung Norden.

Fortsetzung folgt!

Text und Fotos: Alexandra Mahler-Wings

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