Weihnachtszauber aus Finnland

Dass der einzig wahre Weihnachtsmann am Korvatunturi in Finnland wohnt, weiß mittlerweile jeder. Mit seinen unzähligen kleinen Weihnachtswichteln, den Joulutonttus, bereitet er uns allen Jahr für Jahr eine große Freude.

Neben seiner großen Werkstatt für Weihnachtsgeschenke betreibt er gemeinsam mit seiner Frau und einigen Wichteln auch ein Postamt. In der Vorweihnachtszeit kommen im Hauptpostamt des Weihnachtsmannes täglich sage und schreibe mehr als 30.000 Briefe von Kindern aus aller Welt an. Für die Wichtel heißt es dann, schnell und fleißig sein, damit auch jedes Kind eine Antwort erhält.

Es ist eine große Ehre, im Hauptpostamt des Weihnachtsmannes als offizieller Postwichtel arbeiten zu dürfen. Deshalb werden auch nur die besten Wichtel mit besonderen Fähigkeiten auserwählt.

Fleißige Helfer

Einer der fleißigen Postwichtel ist der Briefwichtel Riideri, der 152 Jahre alt ist. Jeder neue Tag in der Vorweihnachtszeit im Hauptpostamt beginnt für Riideri mit dem Anzünden der Laternen, schließlich herrscht dort hoch oben am Polarkreis tiefster Winter und die Sonne steigt nicht über den Horizont. Danach wird der riesige Kamin angefacht, damit die eisige Kälte tunlichst draußen bleibt. Die besondere Gabe von Riideri ist es, ein „Extrahyperschnellleser“ zu sein. Das wird im Postamt auch dringend gebraucht, denn seit 1985 hat das Postamt des Weihnachtsmannes fast 20 Mio. Briefe aus der ganzen Welt erhalten, die alle gelesen werden mussten!

Das etwas jüngere Briefmarken-Wichtelmädchen Lauha Lumipallo (=Schneeball) hat bereits 140 Heiligabende erlebt. Lauha findet die internationale Atmosphäre im Postamt sehr spannend. Nicht nur die Absenderadressen sind über die ganze Welt verteilt, es kommen auch jedes Jahr viele Besucher insbesondere aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Russland, Asien und Amerika. Aus diesem Grund sprechen die im Postamt arbeitenden Weihnachtswichtel 10 verschiedene Sprachen!

Stempel mit Seltenheitswert

Lauhas besondere Gabe ist die Schnelligkeit, mit der sie die Briefe abstempelt. Der Stempel des Postamtes am Polarkreis ist einmalig und nur dort erhältlich. Der erste Sonderstempel des Polarkreises war ein Rentierkopf und er wurde zu Ehren des Besuches von Eleanor Roosevelt im Jahre 1950 entworfen. Danach gab es mehrere verschiedene Motive, der aktuelle Stempel zeigt den Weihnachtsmann mit Rentieren und es gibt ihn seit 2012.

Und was raten die Weihnachtswichtel, wenn der Weihnachtsstress einen überfällt? 10 mal tief durchatmen, drei Hampelmannsprünge machen, einen Purzelbaum rückwärts schlagen und einen Riegel Schokolade essen – danach ist der Kopf frei und man ist für alles bereit!

Zum Hauptpostamt des Weihnachtsmannes geht’s hier lang!

Quelle: posti.fi

Fotos: Posti/kuvapalvelu

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